Altstadt Reykjaviker
Foto: www.fotoatelier-schumacher.de

Nach Island des Kaffees wegen?

- Kaffee

Nach Island des einmaligen Kaffeegeschmacks wegen

Wie bitte? Nach Island des einmaligen Kaffeege­schmacks wegen? Sicherlich nicht nur, aber dennoch: Hier schmeckt sogar der Hotelkaffee zum Frühstück. Und das will was heißen! Dass es wilde Natur satt gibt, eine heimelige Hauptstadt mit dutzenden Bars und Kneipen, viele Shops mit freundlichen Verkäuferinnen, das will ich natürlich auch erwähnen. Das Foto hier aus der Reykjaviker Altstadt zeigt im Hintergrund den Tafelberg, die Einkaufsstraße ist nicht zu sehen, aber man kann sie beim besten Willen nicht verfehlen.

Die Isländer sind leidenschaftliche Kaffeetrinker. Der wird mit klarem Grundwasser aufgebrüht, dem kein Gramm Chlor zugesetzt wurde. Deshalb schmeckt der Kaffee auch so herrlich. Dass es in Island viele Naturschönheiten gibt, auf die die Isländer stolzer sind, als auf ihren Kaffee, wird jeder verstehen. Die Natur ist es ja, die die Touristen genießen wollen – nicht nur den Kaffee. Für Island sollte man sich unbedingt eine Woche Zeit nehmen und als Einstieg eine "Grand Exkursion" durch Reykjavik mitmachen. Die Hauptstadt ist nach deutschen Begriffen mit etwa 120.000 Einwohnern nur eine kleine Großstadt und die Altstadt mit ihren typisch nordischen, bunten Holzhäusern wirkt sogar kleinstädtisch. Das täuscht! Reykjavik ist trendy und hat ein ausgeprägtes Nachtleben, wobei in den Wintermonaten die Nacht bzw. die Dämmerung lange anhält und es erst zwischen 11 und 15.00 Uhr richtig hell ist. Die ideale Zeit, um zu shoppen. Hier werden auch internationale Labels angeboten, dazu designbetonte isländische Mode, Schmuck, Keramik und keineswegs nur Island-Pullover aus Schafwolle. Shoppen macht hier Spaß, zumal die Mehrwertsteuer am Flughafen erstattet wird.

In der Reykjaviker Neustadt steht, als Folge des Banken-Booms, das Grand Hotel – ein Hochhaus mit schönen Zimmern und aberwitzig großer Lobby. Dieselbe Gruppe betreibt auch das "Hotel Reykjavik" mitten in der Altstadt – da geht es gemütlicher zu. Kommen wir zu den Exkursionen, die verschiedene örtliche Agenturen auch mit deutschsprachiger Reiseleitung anbieten. Die Tour zum Nordlicht sollten Sie sich schenken – das Nordlicht ist selten zu sehen. Der Besuch auf einem "Pferdehof", wo den Touristen die allseits bekannten Island-Ponys in einer Art Show vorgeführt werden, ist auch entbehrlich. Für die, die ein pferderfahrenes Hinterteil haben, lohnt sich ein Ponyritt durch die Lavafelder.

Die "Blaue Lagune" sollten Sie ebenfalls ansteuern. Auf dem Weg dorthin gelingen Ihnen sicherlich spektakuläre Fotos wie hier wiedergegeben. In der Blauen Lagune sitzen Sie in einem Außenpool in 30° warmem Wasser, der weiße Schlick am Boden ist heilkräftig und wird von den Badenden gleich ins Gesicht geschmiert. Und um einen wabern Dampfschwaden, so dass man manchmal eine Sichtweite von nur wenigen Metern hat. Ein Badespaß selbst bei klirrendem Frost. Kaum einer verlässt die Blaue Lagune, ohne eine aus dem weißen Schlick hergestellte Naturkosmetik in Tuben oder Dosen eingekauft zu haben.

Eine "Jeep Safari" durch verschiedene romantischen Zielgebiete sollte jeder mitmachen, vielleicht sogar zum Eyjafjallajökull-Vulkan, der im März 2010 nach 200 Jahren auf einmal Feuer und Lava ausgespuckt hat. Im Hotel haben Sie jedenfalls genügend Zeit, ihr Ziel und Ihren Veranstalter auszuwählen. Auch die deutlich sichtbare Bruchstelle zwischen der amerikanischen und der europäischen Bodenplatte, die "Midlina". muss man gesehen haben. Eine Brücke überspannt diese geologische Besonderheit. Und überall ein Panorama, das von unwahrscheinlichen Wolkengebilden überspannt wird und von dem sich sagen lässt: Ein optischer Genuss!

Und nun bin ich dann beim Genießen angekommen. Die einheimischen Spezialitäten sind nicht jedermanns Sache; wer will schon Blutwurst im Schafsmagen verzehren? Ich jedenfalls nicht. Aber Wildlachs und Hummer, auch Lammfleisch in verschiedenen Variationen, und natürlich Seefisch frisch aus dem Meer – da sagt mein Gaumen nicht nein. Zumal es Restaurants gibt, die vorzügliche Menüs auf dieser Basis anbieten wie z. B. das "Restaurant Fish Company" oder das "Vegamót" in der Reykjaviker Altstadt

Der Tipp des genuss.de-Reiseexperten Tom van Hoeften:

Spezialveranstalter: www.nordic-holidays.de

Hotels in Reykjavic: www.grand.is

Blaue Lagune: bluelagoon.com

 

 

 

Island Panorama
Foto: www.fotoatelier-schumacher.de
Panorama von Bruchstellen
Foto: www.fotoatelier-schumacher.de
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